Microsoft
Hinter den Kulissen von Windows Phone 7
Microsoft plant die baldige Veröffentlichung von Windows Phone
7. Derzeit wird noch unter Hochdruck an Verbesserungen gearbeitet,
die möglichst noch zum Release fertig werden sollen.
In wenigen Wochen möchte Microsoft eine finale Version von Windows
Phone 7 an die Hersteller der Smartphones, die ihre Geräte für das
neue Betriebssystem optimiert haben, ausliefern. CNet hat einen Einblick hinter die Kulissen der
Entwicklung von Windows Phone 7 bei Microsoft erhalten.
Die Messlatte für Microsofts mobiles System ist sehr hoch. Gerade
erst hat Apple das iPhone 4 und die neueste Version seines
Betriebssystems iOS 4 veröffentlicht. Auch Google brachte vor
Kurzem erst mit Android 2.2 "Froyo" das jüngste Upgrade seiner
mobilen Plattform heraus. Beide Systeme führen dabei zahlreiche
Features ein, die sich zum Standard in der Smartphone-Welt
entwickeln werden. Mit all diesen Neuerungen muss Microsoft
versuchen Schritt zu halten, will es auch nur den Hauch einer
Chance auf dem Smartphone-Markt haben.
Dennoch zeigt sich das Entwickler-Team bei Microsoft
zuversichtlich. "We've got a good product", sagt Chef-Entwickler
und Vize-Präsident Terry Myerson. "I actually do believe that. I
think we are going to actually have a lot of happy customers."
Windows Phone 7 ist zum Erfolg verdammt, will Microsoft die
verlorenen Jahre seiner Smartphone-Bestrebungen wieder aufholen.
Die Stärken des neuen Betriebssystems sollen in der Integration der
Xbox Live Spiele, des Zune Musik- und Videodienstes,
Office-Anwendungen sowie des neuen Userinterface liegen.
Die Kern-Software ist im Prinzip fertig. Die Herausforderung für
Microsoft liegt jetzt in der Anpassung des Systems an die
unterschiedliche Hardware, auf welcher der mobile Windows-Ableger
laufen soll. Windows Phone 7 ist dabei vielmehr der Start eines
neuen Produktes, denn eine siebte Version seines mobilen
Betriebssystems. Mittlerweile schafft das System in knapp unter
zwanzig Sekunden zu booten. Eine Sekunde möchte das Team noch
herauskitzeln. Auch die Akku-Laufzeit beschäftigt das Team noch
etwas.
Das OEM-Partner-Modell von Microsoft im Bereich der Smartphones ist
recht kompliziert. Ein eigenes Smartphone als iPhone-Konkurrent
wollte Microsoft dann doch nicht entwickeln. Die Kin-Reihe kann
eher als Spielzeug für Teens betrachtet werden. Traditionell sieht
sich das Unternehmen eben als Software-Lieferant, denn
Hardware-Produzent.
Update
Windows Phone 7 wird aller Voraussicht nach direkt nach dem Release keine Standard-API für den Kompass anbieten. Dies geht aus einem Bericht von The Register hervor. Eigentlich ist der Kompass eine der Hardware-Spezifikationen, die ein Smartphone für Windows Phone 7 erfüllen muss. Der Kompass kann zwar genutzt werden, benötigt dafür aber eine spezifische API. Die Standard-Schnittstelle soll von Microsoft später nachgeliefert werden.
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