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Warum Windows Phone 7 doch ein Erfolg werden könnte

Der mobile Markt ist hart umkämpft. Daher haben viele Experten die Frage gestellt, ob darin überhaupt noch Platz für eine weitere Plattform wie Windows Phone 7 sei. Durch das neuartige Userinterface, die einheitliche Software und hohe Hardware-Standards sowie einem App Store, den es noch zu erobern gilt, könnte Windows Phone 7 jedoch das Zeug dazu haben, den mobilen Markt aufzumischen.   

Microsofts neue mobile Plattform ließe Android wie das reinste Chaos aussehen, meint Brian X. Chen von Wired. Mangels konsequenter Hardware-Standards und Qualitätsrichtlinien von Google käme es zu einer extremen Heterogenität der Android-Endgeräte. Microsoft hingegen würde größten Wert auf Standards und strenge Qualitätskontrollen legen. Jedes Gerät müsse zuvor Microsoft zur Prüfung vorgelegt werden, bevor es für Windows Phone 7 zugelassen wird. Viel schwerwiegender noch sei die fehlende Konsistenz der User Experience bei Android. Genau hier könnte Microsoft mit Windows Phone 7 erfolgreich ansetzen, denn das Betriebssystem wird auf allen Endgeräten in einer einheitlichen Version mit demselben Userinterface vorliegen. Dadurch wären Updates auf WP7-Smartphones einfach und schnell umzusetzen. Davon könnten Besitzer eines Handys von Samsung oder HTC zum Beispiel nur träumen. Google müsse also einiges tun, um seine Plattform wieder auf einen stringenten Kurs zu bringen. 

Das Interface von Windows Phone 7

Nicht nur Android könnte durch Windows Phone 7 in Bedrängnis geraten. Kevin C. Tofel von GigaOM ist überzeugt davon, dass RIM und Nokia einen richtigen Neustart bräuchten, um künftig zu bestehen. Microsoft habe seine mobile Plattform mit Windows Phone 7 quasi neu erfunden und biete ein Userinterface, das in der Form einmalig sei. Im Vergleich dazu würden die evolutionär gewachsenen Betriebssysteme BlackBerry OS 6 und Symbian überholt wirken. Darüber hinaus habe Microsoft die Bedeutung eines guten App Stores erkannt. Das Fehlen sinnvoller Apps sei zum Beispiel ein Grund dafür gewesen, dass webOS nie den Durchbruch geschafft hatte, meint Tofel. RIM und Nokia scheinen aber erkannt zu haben, dass sie mutigere Wege gehen müssen. So will RIM für seine zukünftige Smartphone-Generation die QNX-Software des PlayBooks einsetzen und Nokia plant die Umstellung von Symbian auf MeeGo.   

Plattformen mit großer Reichweite sind am attraktivsten für Entwickler. Im Falle von Windows Phone 7 könnte also zunächst eine abwartende Haltung von den Entwicklern erwartet werden. Genau das sollten diese aber nicht tun, meint Matt Rosoff von Business Insider. App-Entwickler sollten die Chance nutzen, die Ersten auf der mobilen Plattform von Microsoft zu sein. Gerade die ersten Apps in Apples App Store und im Android Market hätten sich bislang als die lukrativsten herausgestellt. Zudem wäre jetzt noch Chance da, eine große Aufmerksamkeit auf seine App zu ziehen, solange der Marketplace noch überschaubar ist.

Lukasz Konieczny

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