Sprach-Assistentin
Darum gibt es Siri nur im iPhone 4S
Siri ist
exklusiv im iPhone 4S enthalten. Viele halten das für reines
Marketing und vermuten, dass Apples beliebte Sprachassistentin auch
auf dem Vorgängermodell laufen würde.
Ein bereits im vergangenem Jahr bei YouTube gesichtetes Video, das eine erfolgreiche Siri-Portierung auf ein iPhone 4 zeigt, schien diese Vermutung zu untzerstützen. Entsprechend groß war der Ärger bei Besitzern des iPhone 4, und man fragte sich - vermeintlich zurecht - warum Siri älteren Apple-Geräten trotz technisch ausreichender Hardware vergönnt bleibe.
Das Technik-Start-up Audience meint die Antwort dafür zu kennen: Der Grund, dass Siri nur fürs iPhone 4S verfügbar sei, ist dessen neuer A5-Prozessor. Dieser hat das von Audience entwickelte Rauschunterdückungssystem earSmart an Bord. Es stellt sicher, dass die reizende Sprachassistentin auch eine Armlänge vom Besitzer weggehalten werden kann und trotzdem noch alles versteht.
Weiterhin bestätigte Norman Winarsky, Mitgründer der 2010 von Apple aufgekauften Firma Siri, in einem Interview mit 9to5 Mac, dass die Software auf eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit angewiesen sei, um effizient zu arbeiten. Mit dem iPhone 3GS soll es schon damals bei den ersten Tests Performance-Probleme gegeben haben:
The Siri software needs to cache data, needs to access a big dataset at wide bandwidth, and needs a big processor to crunch all of the numbers. When we originally released Siri for the iPhone 3GS, we had to perform all kinds of optimizations and shortcuts to get it to work efficiently. All I can say is that it will likely run much better on a faster phone.

Im Gegensatz zum iPhone 4, das die earsmart-Rauschunterdrückung auf einem separaten Chip an Bord hat, ist dieses System beim iPhone 4S nicht nur vollständig in den neuen A5-Prozessor integriert, sondern auch in einer neueren Version mit höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit und verbesserten Filter-Algorithmen verbaut.
So betrachtet ist Apples Entscheidung, Siri exlusiv für das neueste Gerät anzubieten, durchaus gerechtfertigt. Apple legte schon immer Wert darauf, dass Software und Hardware reibungslos zusammen arbeiten. Dabei werden kleinste Fehler und Performance-Einbußen nicht toleriert.
Via ars technica
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