Zusammenführung kommt ins Stocken
Bada-Tizen-Fusion: Samsung rudert zurück
Anfang des Monats hat Samsungs Senior Vice President Tae-Jin Kang auf der Consumer Electronics Show Las Vegas verkündet, dass die Arbeiten zur Vereinigung von Bada mit der von Intel unterstützten Open-Source-Plattform Tizen in vollem Gange seien. Alles deutete darauf hin, dass diese Entscheidung in Stein gemeißelt sei – jetzt sieht es ganz anders aus.
Denn Samsung hat nun in einem Interview mit Information Week diese Ankündigung relativiert. Eine endgültige Entscheidung über die Fusion mit Tizen stehe noch aus:
“Samsung and other members of Tizen Association have not made a firm decision regarding the merger of Bada and Tizen, we are carefully looking at it as an option to make the platforms serve better for customers.”
Darüber hinaus bekräftigte Samsung, dass Bada weiterhin eine wichtige Rolle im Bereich der Smartphone-Entwicklung beibehalten soll. Der südkoreanische Elektronikhersteller wolle auch in Zukunft Open-Source-basierte Entwicklung fördern und mit Stakeholdern aus der Branche zusammenarbeiten.
Damit hat Samsung klar gestellt, dass Bada unabhängig von Tizen ein wichtiges Betriebssystem bleiben wird. Solange keine andere Fusion stattfindet, wird Bada auch weiterhin Einsatz in Low-End-Smartphones finden.
Sollten Bada und Tizen ihre anfängliche Zaghaftigkeit überwinden und zueinander finden, hätten sie zusammen große Erfolgschancen. Nicht zuletzt, weil Tizen eine Plattform ist, die Erweiterungen in verschiedene Device-Kategorien ermöglicht. Damit würden Bada und Tizen die Voraussetzungen erfüllen, um zu einem großen OS-Player zu aufzusteigen.
Fest steht, dass für jedes produzierte Android-Gerät eine Gebühr an Microsoft entrichtet werden muss – das könnte Samsungs zaghafte Vorgehensweise erklären.
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