Führungswechsel
Deutscher Thorsten Heins neuer CEO von RIM
Gewinneinbrüche, tagelange Serverausfälle und taktische Fehlentscheidungen - einflussreiche RIM-Aktionäre hatten schon seit längerem eine Frischezellenkur für die Führungsetage des gebeutelten BlackBerry-Herstellers gefordert. Dem ist das Unternehmen jetzt nachgekommen und beförderte überraschend den Deutschen Thorsten Heins zum neuen CEO. Damit ist klar, dass der Führungswechsel so frisch nicht ausfällt, denn Heins war bisher als Chief Operating Officer (COO) für das Tagesgeschäft der Kanadier zuständig.
Bevor er seine Stelle bei RIM 2007 antrat, war der diplomierter Physiker und Wirtschaftswissenschaftler Heins lange Jahre CTO bei der Siemens AG. Der 54-jährige soll jetzt den Niedergang der Firma verhindern, die einst mit ihren BlackBerrys das Smartphone weltweit populär gemacht hatte. Doch der Erfolg von Apples iPhone sowie der Boom von Android-Smartphones hatten RIM in den letzten Jahren arg gebeutelt. Der Marktanteil von BlackBerrys ist von 44 Prozent im Jahr 2009 auf zehn Prozent gesunken. Für das vierte Quartal 2011 vermeldete RIM einen Umsatzrückgang von sechs Prozenbt auf 5,2 Milliarden Dollar, der Gewinn fiel um 71 Prozent auf 265 Millionen Dollar.

Neuer CEO von RIM: der Deutsche Thorsten Heins.
Die bisherigen RIM-Chefs Jim Basillie und Mike Lazaridis traten mit sofortiger Wirkung als Konzernleitung zurück. Firmengründer Lazaridis wird künftig den Posten des stellvertretenden Verwaltungsratschefs ausüben, Basillie soll einfaches Mitglied des Kontrollgremiums bei RIM werden.
Bei Wall-Street-Analysten stieß die Entscheidung laut Forbes allerdings auf geteiltes Echo. Es wird befürchtet, dass der In-House-Nachfolger Heins nur wenig an der Unternehmensstrategie seiner Vorgänger verändern wird. Eine neue Produktvision mit der RIM in eine neue strategische Richtung geführt werden könne, traut dem Deutschen nicht wirklich zu.
Im nachfolgenden Video stellt sich der neue CEO selbst vor:
Via Presse RIM
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