Quartalszahlen

Quartalszahlen: Google enttäuscht, Microsoft bestätigt Erwartungen

Microsoft und Google haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Bei Analysten lösten die Fiskalberichte unterschiedliche Reaktionen aus. 

Mit dem Abschluss des zweiten Quartals im Microsoft-Geschäftsjahr meldet das Unternehmen einen Umsatz von 20,9 Milliarden US-Dollar und konnte damit die Erwartungen von Analysten bestätigen. Zu den erfolgreichsten Segmenten zählen die Business Division und der Bereich Server & Tools.

Damit ist der Umsatz im Vergleich zu den 19,95 Milliarden US-Dollar im Vorjahr um fünf Prozent gestiegen. Der Gewinn des Unternehmens stagniert indes und verharrt bei einem Nettobetrag von 6,62 Milliarden US-Dollar. 

Mit der erfolgreichsten Einheit Business machten die Redmonder 6,28 Milliarden Umsatz – das bedeutet ein dreiprozentiges Wachstum im Vergleich zum zweiten Quartal des vorigen Geschäftsjahres. Zu diesem Sektor gehören beispielsweise Microsoft Office, SharePoint, Exchange, Lync und Dynamics CRM, wobei allein die beiden letztgenannten Produkte ein Wachstum von jeweils 30 Prozent verzeichnen konnten. Auch Microsoft Office zählt weiterhin zu den Erfolgsgaranten des Unternehmens; immerhin wurden seit der Veröffentlichung von Office 2010 über 200 Millionen Produktlizenzen verkauft.

Bei Google, wo ein abweichender Finanzkalender benutzt wird, verzeichnete man erstmals Einnahmen von mehr als zehn Milliarden Dollar (10,58 Mrd) im vierten Quartal 2011 - eine Steigerung von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg auf 2,71 Milliarden Dollar - 170 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings waren Analysten von mindestens drei Milliarden ausgegangen. Auch das Netto-Einkommen wuchs um lediglich 6,7 Prozent - nicht gerade die Wachstumszahlen an die man in Mountain View gewöhnt ist. Auch hier hatten Analysten deutlich bessere Werte erwartet.

An den Börsen wurde der Fiskalbericht mit einem Kursrückgang von rund acht Prozent quittiert. Als Hauptgrund wird eine geringer Nachfrage in Europa angeführt. Ferner soll die Verlagerung zu mobiler Werbung dem Wachstum zugesetzt haben.

Immerhin konnte man bestätigen, dass sich derzeit rund 250 Millionen Android-Geräte auf dem Markt befinden und Google+ inzwischen 90 Millionen Nutzer hat.

Christoph Ebert

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