Börsen frohlocken

Quartalszahlen: Apple bricht alle Rekorde

Selbst die letzten Pessimisten, die Apple nach dem Tod von Steve Jobs schwere Zeiten vorausgesagt hatten, dürften nach der Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen verstummen: Der Konzern aus Cupertino hat das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2012, das am 31. Dezember 2011 endete, mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. 

Wie Apple gestern Abend mitteilte, erwirtschaftete man einen Rekordumsatz von 46,33 Milliarden Dollar - ein Zuwachs von 73 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich der Gewinn auf 13,06 Milliarden Dollar. 

Grund für die gute Bilanz sind die hohen Verkaufszahlen der iPhones, iPads und Macs. Ganze 37 Millionen der Apple-Smartphones gingen in diesem Quartal über die Ladentheke. Das entspricht 53 Prozent des Unternehmensumsatzes und pulverisiert den bisherigen Rekord von 20,3 Millionen verkauften Einheiten förmlich.

Auf den Plätzen folgen die iPads mit 15,4 Millionen verkauften Einheiten und immerhin 5,2 Millionen Macs. Prozentual hatten die Smartphone- und Tablet-Umsätze einen Anstieg um deutlich mehr als 100 Prozent. Die Mac-Verkaufszahlen stiegen um 26 Prozent - was sich in diesem Kontext schon fast schlecht anhört. Einzig der iPod-Verkauf ging um 21 Prozent auf 15,4 Millionen zurück.

"Wir sind begeistert von unseren herausragenden Ergebnissen und den rekordbrechenden Verkäufen der iPhones, iPads und Macs", kommentierte der neue CEO und Steve Jobs Nachfolger Tim Cook, der damit seine Bewährungsprobe wohl bestanden haben dürfte.

Auch die Analysten an den Börsen frohlockten, denn Apple hat mit diesen Zahlen die Erwartungen haushoch übertroffen. Nachbörslich konnte die Aktie einen Anstieg um acht Prozent verzeichnen. Der Gewinn pro Aktie lag bei 13,87 Dollar, obwohl das renommierte Analystenhaus Thomas Reuters mit nur rund 10 Dollar pro Aktie rechnete.

Erst kürzlich konnte Apples iOS im Rennen um amerikanische Marktanteile laut einer Nielsen-Studie wieder Boden auf Android gut machen - dem Verkaufserfolg des iPhone 4S sei Dank. Unter diesen Umständen kann es Apple auch schon mal verkraften, 100 Millionen Dollar Prozesskosten für den Patentstreit mit HTC auszugeben.

Bildquelle: KMJ 

Via Wallstreet Journal

André Mengel

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