Patentrechtstreitigkeiten

Apple lässt sich HTC-Streit 100 Millionen kosten

Apple führt bereits zahlreiche Patentrechtsauseinandersetzungen gegen seine Mitbewerber und lässt sich diese einiges kosten. Wie der Newsweek-Redakteur Dan Lyons nun in seinem Blog unter Berufung auf Insider-Quellen berichtet, soll Apple allein für seine Schlacht gegen HTC bereits 100 Millionen Dollar ausgegeben haben.

Bei diesem Prozess wollte Apple ein US-Einfuhrverbot für bestimmte HTC-Produkte vor Gericht erwirken – mit mäßigem Erfolg. Das Gericht sah zwar ein Apple-Patent durch HTC verletzt, jedoch wusste sich der taiwanesische Elektrohersteller zu helfen und entfernte die bemängelte Funktion umgehend von seinen Telefonen. Danach verkaufte HTC seine abgewandelten Geräte wieder in den USA, als wäre nichts passiert, und Apple blieb auf rund 100 Milionen Dollar Prozesskosten sitzen.

Währenddessen läuft eine zweite Apple-Klage gegen HTC, deren Entscheidung jedoch frühestens für 2013 erwartet wird. Aber auch HTC setzt sich gegen das Unternehmen aus Cupertino gerichtlich zur Wehr und hat zwei Patentklagen gegen Apple laufen. Über die Höhe dieser Prozesskosten ist noch nichts bekannt.

Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass dem Unternehmen aus Cupertino dabei finanziell die Puste ausgehen wird: Das vergangene Quartal schloss Apple nämlich mit einem Rekordgewinn ab.

Aus der Serie: Kampf um die Android-Patente

Athanassios Danoglidis

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