Übernahme-Fantasien
Amazon, Nokia und Microsoft wollten RIM kaufen
Research in Motion (RIM) - der Hersteller der BlackBerry-Smartphones - soll das Interesse von Amazon, Nokia und Microsoft geweckt haben.
Sowohl Nokia als auch Microsoft hatten vor, ein gemeinsames Kaufangebot an RIM zu machen, wie das WSJ berichtet hat. Zu einem endgültigen Angebot soll es aber nicht gekommen sein. Weder RIM noch Microsoft wollten sich in dieser Angelegenheit äußern. Auch Amazon soll ernsthaft mit dem Gedanken gespielt haben, RIM übernehmen zu wollen, berichtet Reuters. Nach ersten Sondierungsgesprächen soll es aber ebenfalls kein Gebot abgegeben haben.
Der Smartphone-Hersteller befindet sich angesichts sinkender Verkaufszahlen und mäßiger Quartalsergebnisse derzeit in einer schwierigen Situation. Erste Investoren mahnten bereits an, dass das Unternehmen die Mobiltelefon-Sparte aufgeben und sich lieber ganz auf seine Dienste und sein Netzwerk konzentrieren sollte.
Die Führungsspitze von RIM prüft derzeit weitere Schritte, wie das Unternehmen sein Geschäft verändern könnte. So sollen Vertreter des Unternehmens bereits mit HTC und Samsung gesprochen haben, um mit ihnen eine Lizenzierung von RIMs neuem Betriebssystem BlackBerry 10 zu besprechen und damit Googles Android in die Quere zu kommen. Ob die asiatischen Smartphone-Hersteller wirklich an einem Betriebssystem, das kaum noch im Einsatz ist, wirklich interessiert sein könnten, ist aber eine andere Frage. Die ersten Smartphones mit BlackBerry 10 werden erst für Ende 2012 erwartet.

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